Derrick Jensen

Das Öko-Manifest

Wie nur 50 Menschen das System zu Fall bringen und unsere Welt retten können
Cover: Das Öko-Manifest
Pendo Verlag, München 2009
ISBN 9783866122154
Gebunden, 511 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thomas Pfeiffer und Marion Schweizer. Unsere Zivilisation zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Umwelt durch kapitalistische Gier systematisch zugrunde richtet. Konsequent führt Derrick Jensen uns vor Augen, wie die Demontage dieser Zivilisation in die Praxis umzusetzen ist - und kommt zu dem verblüffenden Ergebnis, dass es des Zusammenschlusses nur weniger Menschen bedarf, um sie zu Fall zu bringen. Radikal und doch gewaltlos. Durch die kluge Zerstörung zentraler Informationsspeicher statt blutiger Barrikadenkämpfe. Denn angesichts des auf dem Spiel stehenden Einsatzes, so Jensen, reichen die politischen Schönheitspflästerchen der letzten Jahre nicht mehr aus.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2009

In Zeiten der ökonomischen Krise und Verunsicherung dürfte der zweibändige Aufruf zur Zerstörung der Zivilisation von Derrick Jensen auf größeres Wohlwollen stoßen als sonst, vermutet Petra Steinberger. Der amerikanische Schriftsteller, Umweltaktivist und "Anarcho-Primitivist" lege darin weniger in einer stringenten Argumentation als in einem "stream of consciousness", der sich aus Gelesenem, Erlebtem und Zusammengereimten zusammensetzt, seine radikale Ablehnung der Zivilisation als im Kern gewalttätig und zerstörerisch dar, erklärt die Rezensentin, und rufe zur Rückkehr in die unzivilisierte Wildnis auf. Vergleiche wie die Zivilisation als "permanenten Holocaust" findet Steinberger ziemlich unmöglich und insgesamt scheinen ihr die Ausführungen Jensens "wahnhaft". Aber diese Bände wollen ohnehin weder Anleitung noch Erklärung liefern, sondern richten sich an bereits Bekehrte, meint die Rezensentin, die in Jensens Sehnsucht nach der Wildnis die Utopie der amerikanischen Romantik wieder erkennt, wie sie Henry Thoreau in seinem Buch "Walden" beschworen hat.

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