Der jetzige Präsident des Deutschen Naturschutzrings und Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat in verschiedenen Funktionen den Naturschutz in Deutschland begleitet und gestaltet. Er war 15 Jahre lang Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und 33 Jahre Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern (BN). Der studierte Forstmann berichtet von seinen kontrastreichen Erfahrungen: das ländliche Leben gemeinsam mit vielen Tieren in seiner Heimat im Bayerischen Wald einerseits und sein umweltpolitisches Engagement auf der nationalen und internationalen Bühne andererseits, eben zwischen zwei Welten zwischen Hühnerstall und Reichstag.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.04.2009
Mit großem Interesse hat Rezensent Florian Sendter die Erinnerungen des Aktivisten Hubert Weinzierl gelesen, der vor fünfzig Jahren antrat, die deutsche Umwelt zu schützen: 1966 setzte er in den Donauauen importierte Biber aus, die dort hundert Jahre zuvor ausgerottet worden waren. Von 1969 an krempelte er den Bund Naturschutz von einem "betulichen Wanderverein" zu einer "schlagkräftigen Truppe" des Umweltschutzes aus, erzählt Sendter nach, und leitete von 1983 bis 1998 auch den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Wie in einem Geschichtsbuch hat der Rezensent in diesen Erinnerungen gelesen und kann sich nur wundern, dass es ein solch "nachdenklicher, ruhiger Mann in der Politik so weit gebracht hat".
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