Als außergewöhnliches Buch stuft Kolja Mensing den Roman von Jan Böttcher ein, weil Hochhaussiedlungen der jüngeren westdeutschen Literatur eher selten als Schauplatz gedient haben. In einem 16-stöckigen Betonklotz lebt der jugendliche Ich-Erzähler, der sich eher für das Lungenvolumen seiner Freundin Lina interessiert als für deren Körbchengröße. Beider Passion ist nämlich das Laufen, das der Rezensent als Training für die Flucht in ein anderes Leben deutet. Ansonsten passiert anscheinend nicht viel in Böttchers Sozialsiedlungstristesse. Da wird der Vater beim Fremdgehen erwischt und - nichts und. Dem Ich-Erzähler fehlen einfach die Worte. Von dieser Wortkargheit hat sich der Rezensent offenbar anstecken lassen, zumindest was die Beurteilung des Buchs angeht. Doch man spürt auch so, dass Mensing viel Sympathie für das außergewöhnlich stille Buch übrig hat.
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