Dieses Buch beschreibt aus klinisch-psychiatrischer Sicht die veränderten Sozialisationsbedingungen, die durch Nutzung digitaler Medien ausgelöst werden, und deren Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Nach einem Überblick über die Mediengewohnheiten der digitalen Generation gehen die Autoren detailliert auf die Gefahren exzessiver Mediennutzung ein Beeinträchtigungen des emotionalen Empfindens und der kognitiven Prozesse, Computerspiel- und Internetsucht sowie Cybermobbing. Psychopathologische Risikokonstellationen, z.B. ADHS und Computerspielsucht, werden anhand von Fallbeispielen praxisnah erörtert. Dabei werden die Diagnosekriterien eingehend behandelt. Auf die zentrale Frage, wie eine effektive und nachhaltige Therapie geplant und durchgeführt werden kann, wird ausführlich eingegangen. Beratungsmöglichkeiten, präventive Medienarbeit in Schulen sowie Aspekte des Jugendmedienschutzes runden das Buch ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2012
Martina Lenzen-Schulte bespricht zwei Bücher zur Problematik der Computer- und Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen, den vorliegenden Band und und das von Christoph Möller herausgegebene Praxishandbuch "Internet- und computerspiele". Möllers Band schneidet dabei wesentlich schlechter ab. Die Rezensentin bemängelt Widersprüche und Redundanzen zwischen den einzelnen Beiträgen des Bandes, die zudem unterschiedlich aufgebaut seien - der eine Text als freier Essay, der andere als wissenschaftliche Abhandlung. Als gelungen hebt sie nur einen Beitrag über das Suchtpotenzial bestimmter Spiele hervor. Viel besser schneidet der Band von Frölich und Lehmkuhl für sie ab, den sie als nüchtern aufklärend beschreibt - und als angenehm frei von allen kulturpessimistischen Tönen, die so gern bei dem Thema angeschlagen werden. Übrigens erscheint es in diesem Band laut Rezensentin fraglich, ob es wirklich so etwas wie "Sucht" bei Computer und Internet gibt, auch wenn klar ist, dass ein zu hoher Konsum den schulischen Leistungen schadet.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…