Jan Frölich, Gerd Lehmkuhl

Computer und Internet erobern die Kindheit

Vom normalen Spielverhalten bis zur Sucht und deren Behandlung
Cover: Computer und Internet erobern die Kindheit
Schattauer Verlag, Stuttgart 2012
ISBN 9783794527717
Kartoniert, 206 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Dieses Buch beschreibt aus klinisch-psychiatrischer Sicht die veränderten Sozialisationsbedingungen, die durch Nutzung digitaler Medien ausgelöst werden, und deren Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Nach einem Überblick über die Mediengewohnheiten der digitalen Generation gehen die Autoren detailliert auf die Gefahren exzessiver Mediennutzung ein Beeinträchtigungen des emotionalen Empfindens und der kognitiven Prozesse, Computerspiel- und Internetsucht sowie Cybermobbing. Psychopathologische Risikokonstellationen, z.B. ADHS und Computerspielsucht, werden anhand von Fallbeispielen praxisnah erörtert. Dabei werden die Diagnosekriterien eingehend behandelt. Auf die zentrale Frage, wie eine effektive und nachhaltige Therapie geplant und durchgeführt werden kann, wird ausführlich eingegangen. Beratungsmöglichkeiten, präventive Medienarbeit in Schulen sowie Aspekte des Jugendmedienschutzes runden das Buch ab.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2012

Martina Lenzen-Schulte bespricht zwei Bücher zur Problematik der Computer- und Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen, den vorliegenden Band und und das von Christoph Möller herausgegebene Praxishandbuch "Internet- und computerspiele". Möllers Band schneidet dabei wesentlich schlechter ab. Die Rezensentin bemängelt Widersprüche und Redundanzen zwischen den einzelnen Beiträgen des Bandes, die zudem unterschiedlich aufgebaut seien - der eine Text als freier Essay, der andere als wissenschaftliche Abhandlung. Als gelungen hebt sie nur einen Beitrag über das Suchtpotenzial bestimmter Spiele hervor. Viel besser schneidet der Band von Frölich und Lehmkuhl für sie ab, den sie als nüchtern aufklärend beschreibt - und als angenehm frei von allen kulturpessimistischen Tönen, die so gern bei dem Thema angeschlagen werden. Übrigens erscheint es in diesem Band laut Rezensentin fraglich, ob es wirklich so etwas wie "Sucht" bei Computer und Internet gibt, auch wenn klar ist, dass ein zu hoher Konsum den schulischen Leistungen schadet.
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