Prominente Mitglieder des Konvents für Deutschland wie Roland Berger, Hartmut Mehdorn, Manfred Pohl und Wolfgang Clement nehmen in wegweisenden Interviews und Aufsätzen Stellung zu der Frage, wie Deutschland durch sinnvolle Reformen nach vorn gebracht werden kann. Ihr über Jahre gesammeltes Wissen bringen die Konventmitglieder in ihre ehrenamtliche politische Arbeit für Deutschlands Zukunft ein.
Rezensent Ralph Bollmann ist fassungslos. Was bilden sich Roman Herzog und Wolfgang Clement eigentlich ein, scheint er sich zu fragen. Bei der Vorstellung des Interviewbandes verkündeten sie frohgemut, noch nicht alles von dem gelesen zu haben, was sie da gerade vorstellten. Bollmann findet dieses demonstrative Desinteresse einerseits unverschämt, kann es andererseits aber auch fast schon wieder nachvollziehen. Denn der sechshundert Seiten starke Band sei von einer "kaum fassbaren Trostlosigkeit". Zur Reform rufen nämlich fast nur Männer auf, Politiker und Wirtschaftsführer allesamt, ein Engländer, ein Amerikaner, sonst nur Deutsche ohne Migrationshintergrund. Wo bleibt das neue Deutschland, fragt sich Bollmann und erklärt Herzog, Clement und Konsorten zum Teil des Problems. Ihre Reformrhetorik sei nur noch eine leere Hülle und gehe an den Realitäten im Land schon lange vorbei.
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