Jan Mohnhaupt

Von Spinnen und Menschen

Eine verwobene Beziehung
Cover: Von Spinnen und Menschen
Carl Hanser Verlag, München 2024
ISBN 9783446281325
Gebunden, 256 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Nützliche Mitbewohnerinnen, Ekelobjekte oder verblüffende Wesen? An Spinnen scheiden sich die Geister. Von manchen bewundert für ihre kunstvollen Netze und das Archaische ihrer Erscheinung, von anderen gefürchtet. Aber warum ist das so? Dieses Buch dringt tief in das Beziehungsgeflecht von Spinnen und Menschen vor. Es zeigt den Einfluss der Spinnen auf unsere Sprache, Wissen, Träume und Geschichte. Warum verglich man Napoleon mit einer Spinne? Wie prägte die christliche Symbolik die Abneigung gegenüber Spinnen? Und wieso wurden gleich drei Weltraummissionen von Spinnen begleitet?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.01.2025

Rezensentin Christian Schwägerl lernt in Jan Mohnhaupts Monografie die Spinne als faszinierende Akteurin der Menschheitsgeschichte kennen. Lieben lernt er sie dennoch nicht, aber ahnt fortan, welchen Einfluss Spinnen auf unsere Kultur- und Kunstgeschichte hatten und haben, Stichwort: Seide. Inwieweit Spinnen in unserem Denken eher schlecht wegkommen, erläutert der Autor ihm auch, findet allerdings auch positive Beurteilungen. Dass Mohnhaupt mitunter stilistisch etwas dick aufträgt, etwa wenn er aus Spinnenperspektive erzählt, macht der Autor laut Schwägerl wett, indem er den Leser mit einer Fülle an Quellenangaben beschenkt, die Biologisches wie Historisches und Kulturelles umfassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.08.2024

Arno Widmann fürchtet sich nicht vor Spinnen. So kann er Jan Mohnhaupts Buch ohne Gänsehaut lesen und erfährt Wissenswertes über die Anpassungskünste der Spinnen, ihre vielfältigen Gattungen oder die Erzählungen des Menschen über sie. Dass man jungen Frauen Spinnennetze umlegt, auf dass sie das Weben lernen, war Widmann ebensowenig geläufig wie die Funktion der Spinne als Orakel. Reizvoll am Buch erscheint ihm die Spinnenperspektive, die der Autor einnimmt, und dass er die Spinnenbilder von Louise Bourgeois im Band vorstellt. Eine Schönheit ist die Spinne freilich auch nach der Lektüre nicht für den Rezensenten.
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