Wie wurde das Thema Auswanderung in der Bundesrepublik in Politik und Medien behandelt? Welche Ideologien und Traditionslinien lagen dem Umgang mit Auswanderung zugrunde? Wie veränderten sich diese Einstellungen zwischen der Nachkriegszeit und dem 21. Jahrhundert? Gezeigt wird der von Verlustangst und Steuerungs-Illusionen gekennzeichnete Umgang mit Auswanderung in der Bundesrepublik. Erstmals werden die politischen und medialen Debatten um Auswanderung in den 1950er und 2000er Jahren analysiert und in Beziehung gesetzt. Hier zeigt sich eine Parallele zu den ebenso durch Furcht geprägten Debatten um Zuwanderung, der anderen Seite der Medaille Migration.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2013
Der Autor hat gründlich recherchiert, argumentiert sorgfältig und hat seine Ergebnisse gut lesbar aufgeschrieben. So sieht es Frank Decker, den Jan Philipp Sternbergs historische Untersuchung zum Thema Auswanderung die Erkenntnis beschert, dass Einwanderung und Auswanderung zwei Seiten derselben Medaille sind, wobei die mediale Aufmerksamkeit, die Sternberg ebenfalls behandelt, nach wie vor vor allem Ersterer gilt, von Auswanderersoaps (und "Florida-Rolf") einmal abgesehen. Auch wenn der Autor, wie Decker einräumt, keine Vollständigkeit bei der Darstellung von Auswanderungsbewegungen im Nachkriegsdeutschland anstrebt, kann ihm der Autor doch die Wahrnehmung von Migration und den Diskurs darüber anhand von politischen und medialen Denkmustern aufzeigen und erläutern.
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