Mit 30 Statistiken. Nationen waren nie abgeschlossene Gebilde, vielmehr sind sie schon immer mit der Welt verflochten. Anhand von Hunderten von Schweizerinnen und Schweizern zeigt Leo Schelbert beispielhaft, wie vielfältig eine Nation in der Welt präsent ist: Mit Söldnern und Missionaren, Berufsleuten und Auswanderern auf der Suche nach Glück und einem besseren Leben. Gleichzeitig zeigt er auf, dass "Auswandern" über die Jahrhunderte oft nichts anderes bedeutete, als an kolonialistischen Eroberungen teilzunehmen und mitzuwirken an der Vertreibung und Vernichtung indigener Völker, um auf deren Land neueuropäische Nationen aufzubauen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.07.2019
Rezensent Christoph Wehrli lernt mit Leo Schelbert eine andere Seite der Schweizer kennen. Die Schweizer in Frankreich, Deutschland und Übersee, ihre Schicksale und ihr Wirken, vermag ihm der Autor anhand einer Fülle von Fakten und Zahlen aus fünf Jahrhunderten darzustellen. Dass die eidgenössischen Söldner, Händler, Wissenschaftler und Missionare in Ozeanien, Australien und Südamerika wie andere auch unterwarfen, verdrängten und vernichteten, überrascht Wehrli nicht. Dem Buch fehlt seiner Meinung nach allerdings eine genauere strukturgeschichtliche Gliederung und ein gutes Lektorat.
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