Kommentiert und bearbeitet von Friedhelm Beiner und Silvia Ungermann. Aus dem Polnischen übersetzt von Charlotte Eckert und Esther Kinsky. Die im vorliegenden Band abgedruckte Sozialkritische Publizistik des jungen Korczak dokumentiert die unmittelbare politische Auseinandersetzung Henryk Goldszmits mit den gesellschaftlichen Problemen Polens in der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. 1907/ 08 veröffentlicht er unter dem Titel "Die Schule des Lebens" eine Sozial-Utopie, in der die zuvor angemahnten gesellschaftlichen Veränderungen durch Erneuerung der Erziehung angestrebt werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.08.2002
1990 präsentierte der polnische Filmemacher Andrzej Wajda einen Film über den Waisenhausarzt und Pädagogen Janusz Korczak, der zuletzt im Warschauer Ghetto Kinder betreute und ihnen 1942 in die Gaskammern von Treblinka folgte, erinnert Ulrich M. Schmidt. Spätestens seit diesem "bewegenden" Porträt über einen außergewöhnlichen Pädagogen, der als einer der ersten die Rechte von Kindern in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellte, ist Korczak auch dem westeuropäischen Publikum bekannt geworden, weiß der Rezensent und zeigt sich erfreut darüber, dass seit 1996 im Deutschen eine auf 16 Bände angelegte Gesamtausgabe der Werke des Reformpädagogen erscheint. Band 2, berichtet der Rezensent, enthält Korczaks Debüt als Autor "kurzer Farcen und Humoresken", Band 7 sozialkritische Essays über die schwierige Lage der Warschauer Unterschicht und Band 11 zwei Kinderromane. Näher bespricht Schmid die Bände 7 und 11. Band 7 enthalte ein "neues Schulkonzept" und eine "Gesellschaftsutopie", die beide als ein Appell gelesen werden können, mehr Bildungsarbeit zu betreiben, findet der Rezensent. Für Schmidt lassen sich diese Schriften des Pädagogen als "sozialpolitische Allegorie" lesen, die den Erwachsenen viel zu denken geben.
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