So geht es nicht! Michael Felten ist kein Gegner schulischer Inklusion. Aber er wagt auszusprechen, was viele ahnen und nicht wenige bitter erleben: So, wie es läuft, läuft es falsch. Felten beschreibt die Wirklichkeit einer ebenso übereilten wie unterfinanzierten Inklusionseuphorie. Und er deckt Hintergründe auf: Missverständnisse, Fehldeutungen - vor allem aber eine Fülle kindeswohlferner Motive. Gleichzeitig macht er deutlich: Inklusion ist eine Chance, wenn man bereit ist, ehrlich zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2017
Rezensentin Heike Schmoll hat Michael Feltens "schonungslose Abrechnung" mit der Inklusion mit Gewinn gelesen. Der Autor, der seit 35 Jahren Mathematik und Kunst unterrichtet, kann ihr auf der Grundlage sorgfältiger Recherche überzeugend vermitteln, wie brachial die Inklusion meist wider besseren Wissens in den verschiedenen Bundesländern durchgesetzt wird. Schmoll liest hier nicht nur von mit "Bisswunden" versehenen Grundschullehrern, einem Mangel an Förderlehrern und im Schulalltag isolierten und zu wenig geförderten behinderten Kindern, sondern erfährt auch wie kurzfristig, undurchdacht - kurz: "peinlich" - das Gesetz im Dezember 2006 im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Mit welchen Tricks weitere Förderschulen geschlossen werden und wie kostenintensiv ein pädagogisch sinnvolles System schulischer Inklusion wäre, liest die Rezensentin hier ebenfalls.
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