Aus dem Englischen von Julien Karim Akerma. Angesichts der neuen Konjunktur von Ultranationalismen auch in Europa und einer wachsenden Zahl von Ländern weltweit arbeitet der Philosoph Jason Stanley aus einer historischen wie gegenwärtigen Doppelperspektive die allgemeinen Muster und Rhetoriken, die Stoffe und Mythen des Faschismus heraus. Stanley ist sich sicher: Nur wenn wir faschistische Politik erkennen, können wir ihren schädlichsten Auswirkungen widerstehen und zu demokratischen Idealen zurückkehren.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 09.08.2024
Rezensent Gerrit Stratmann gibt zu bedenken, dass der im englischen Original bereits 2018 erschienene Band des Philosophen Jason Stanley über die Funktionsweisen des Faschismus weder Anspruch auf Vollständigkeit noch Lösungsvorschläge hat. Davon abgesehen aber bietet das Buch laut Stratmann ein gutes Hilfsmittel zum Erkennen von faschistischen Tendenzen in zehn Kapiteln. Ohne Alarmismus, so Stratmann, weist der Autor auf Merkmale und Taktiken faschistischer Bewegungen hin und bringt Beispiele, von der Sklavenhaltung bis zum Völkermord, von Hitler bis Trump. So geht er etwa auf das Beschwören einer mythischen Vergangenheit ein ("make America great again") oder auf die Macht der Falschinformation, die wir gerade in England erneut vorgeführt bekommen, wie Stratmann konstatiert.
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