Aus dem Französischen von Friedrich Koch. Warmherzig und voller Lebensklugheit widmete sich Jean-Henri Fabre ein Leben lang der Erforschung von Insekten. Dabei entstanden seine "Erinnerungen", eine gleichermaßen poetische wie genaue Naturbetrachtung und eine Liebeserklärung an die Insektenwelt. So resümierte Fabre in hohem Alter: "Ich glaube nicht an Gott, ich sehe ihn". Nach Band I, der im März erschien, folgt nun Band II der "Erinnerungen eines Insektenforschers" von Jean-Henri Fabre in der erstmals vollständig auf Deutsch erscheinenden zehnbändigen Gesamtausgabe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.01.2011
Als Buch für Naturfrevler will Sylvia Staude den zweiten Band der auf 4000 Seiten angelegten Ausgabe von Jean-Henri Fabres Erinnerungen zwar nicht ausrufen. Der Effekt, den die Lektüre von Fabres feinen Beobachtungen aus der Welt der Insekten und die Ansicht der Illustrationen (von Christian Thanhäuser) auf sie haben, ist allerdings durchaus kein nur ästhetischer. Was Geduld und genaues Sehen hier zutage fördern, frappiert die Rezensentie ebenso wie die Eröffnung einer Parallelwelt aus Mörtelbienen, Pelzbienenölkäfer und Kreiselwespen, ein kleines Wunder, durch das der Autor sie mit Leidenschaft, Witz und Verstand geleitet, während er nebenher sogar Darwin widerlegt.
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