Jean-Noel von der Weid

Die Musik des 20. Jahrhunderts

Von Claude Debussy bis Wolfgang Rihm. Ein Handbuch
Cover: Die Musik des 20. Jahrhunderts
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783458170686
Gebunden, 743 Seiten, 35,80 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Andreas Ginhold. Vorwort von Mauricio Kagel. Jean-Noel von der Weid stellt die Entwicklung der neuen Musik des 20. Jahrhunderts dar, von Debussys "Nachmittag eines Fauns" bis zur "Medea" (1999-2001) von Michele Reverdy (geb. 1943), nach einem Text von Christa Wolf. Mehr als 300 Komponisten und ihre Werke werden in diesem Handbuch charakterisiert. In die durchgehende Darstellung der Musikentwicklung sind Abschnitte eingefügt, die Fachbegriffe erklären, besondere Themen und musikalische Techniken beschreiben, historische Verläufe zusammenfassen oder musikprogrammatische Texte zitieren. Bibliografien, Diskografien und Videografien beschließen jedes Kapitel. Damit dient von der Weids Buch als Einführung und Nachschlagewerk zugleich.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.09.2002

Weil so selten über die Vielfältigkeit der modernen Musik etwas publiziert wird, findet Claus-Steffen Mahnkopf diese Publikation mutig und lobt dieses Kompendium, das eine gute Übersicht biete über Komponisten und ihre wichtigsten Arbeiten: Hier würden Fachbegriffe erläutert und verschiedene Richtungen der experimentellen Musik gewürdigt und umfassend über verschiedene ästhetische Richtungen, über Spektral- und Computermusik sowie Musique concrète und Komplexismus informiert. Auch die Vorlieben des französischen Musikwissenschaftlers, so Mahnkopf, werden deutlich: "radikale Moderne und avancierte Selbstreflexion". Nicht gestört hat den Rezensenten, dass Pop, Jazz und Filmmusik ausdrücklich nicht vertreten sind (bei solchem Titel?) - aber er beklagt sehr das schlampige Lektorat der Übersetzung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.09.2001

Erst einmal stellt der mit tsr. zeichnende Rezensent sachlich fest, dass der Titel in die Irre führt: es geht hier nur um einen Teil der Musik, nämlich die "westliche E-Musik". Als Führer durch dieses Gebiet will er das Buch jedoch gelten lassen; besonders erfreulich findet er, dass hier mal nicht der übliche "Germanozentrismus" herrscht, sondern eher aus französischer Perspektive geschrieben wird. Lobenswert scheint dem Rezensenten auch der "essayhafte Stil" des Autors.

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