Aus dem Französischen von Florian Grimm. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen. Der Hunger nach zeitgenössischer Kunst scheint unstillbar, tagtäglich erfahren wir von neuen frenetischen Bietergefechten bei Sothebys in London oder Christies in New York. Dabei wird der normale Kunstfreund gerne vergessen. Zeitgenössische Kunstwerke können nämlich verwirrend sein, oft lassen sie einen ziemlich ratlos zurück. Nur eines ist sicher: alles scheint erlaubt, solange die Inszenierung stimmt. Wenn auch Sie immer schon den Verdacht hatten, die Kunstszene schwinge große Reden und stelle in erster Linie nur sich selbst aus, dann erhalten Sie hier das ironische Rüstzeug für die nächste Vernissage. Denn eines darf man auf dem Kunstmarkt der Eitelkeiten keinesfalls tun: ihn allzu ernst nehmen.
Wie Jean-Philippe Delhomme in diesem Band der zeitgenössischen Kunst beikommt, hat Brigitte Werneburg schwer imponiert. Sogar seine Definition von Kunst als Lifestyle lässt sie sich gefallen. Delhomme schätzt sie als fabulösen, an Sempe erinnernden Illustrator. Vor allem aber als intelligenten, Kunst und Künstlerszene komplizenhaft und treffsicher süffisant ordnende, schreibende Instanz. Diese beiden starken Seiten Delhommes kann Werneburg in diesem Band entdecken oder auf jphdelhomme.com.
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