Aus dem Französischen von Beate S. Hanen. Fotografien von Jean-Baptiste Leroux. André Le Nôtre (1613-1700), Oberster Gartenarchitekt Ludwigs XIV., führte die französische Gartenkunst aber zu ihrer höchsten Vollendung geführt. Der Familientradition nach Gärtner, aber als Schüler der beiden Wegbereiter des großen französischen Stils des Malers Simon Vouet und des Architekten François Mansart entwickelte Le Nôtre seine einzigartige Szenographie der Landschaft, die in Versailles ihren Höhepunkt fand. Dieses Buch, das zum 400. Geburtstag Le Nôtres erscheint, lädt zu einem Spaziergang durch die von ihm geschaffenen Gärten in Frankreich ein. Dem Rhythmus der Jahres- und Tageszeiten folgend, photographierte Jean-Baptiste Leroux in Sceaux, Chantilly, Saint-Cloud, Meudon, Fontainebleau, Marly, Vaux-le-Vicomte, Versailles und den Tuilerien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2013
André le Nôtre, der große Gartenarchitekten Ludwigs XIV., ist zwar nicht in Vergessenheit geraten, nimmt aber in der Kunstgeschichte durchaus nicht den Rang ein, den er verdient, meint Frank Maier-Solgk, der entsprechend begrüßt, dass zum 400. Geburtstag le Nôtres zwei Bände Auskunft geben über dessen Werk. Dabei konzentriert sich "Le Nôtre" auf Fotografien von Jean-Baptiste Leroux, der die Gartenanlagen stimmungsvoll ins Bild setzt, ergänzt lediglich um eine knappe Einleitung von Jean-Pierre Babelon, dem ehemaligen Direktor von Versailles, erläutert der Rezensent. Stefan Schweizers "André le Nôtre und die Erfindung der frantösischen Gartenbaukunst" ist hingegen eine "profunde und doch gut lesbare" kunsthistorische Studie, deren kleinformatige Abbildungen den Gärten allerdings nicht gerecht werden, bedauert Maier-Solgk und stellt fest: "Man wird also wohl beide Bücher erwerben müssen".
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