Aus dem Englischen von Juliane Gräbener-Müller. Bakerton im ländlichen Pennsylvania hat schon bessere Zeiten gesehen. Die einst blühende Region ist durch den Niedergang von Kohle und Stahl schwer gezeichnet. Ist es da Segen oder Fluch, dass ein Energiekonzern den verarmten Landbesitzern plötzlich das große Geld verspricht?
Naivität und Gier, Hysterie und blinder Aktivismus, Ehekrisen und unverhoffte neue Allianzen - der Erdgas-Boom bringt die kleine eingeschworene Gemeinschaft aus den Fugen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.06.2017
Rezensentin Sylvia Staude hat mit Jennifer Haighs neuem Roman ein grandioses Buch über das Fracking und die Arbeitswelt gelesen. Erzählt wird die Geschichte der fiktiven ehemaligen Kohlestadt Bakerton, in der der Bau eines Kernkraftwerkes für die Menschen zunächst ein Leben in prekären Verhältnissen bedeutete - bis einige Jahrzehnte und eine partielle Kernschmelze später texanische Unternehmen auftauchten und Gaspachtverträge mit den Bewohnern abschlossen, resümiert die Kritikerin. Ebenso präzise wie "dezent" erzählt Haigh vom "Energiehunger" und den auftretenden Problemen, lobt die Rezensentin, die auch bewundert, wie geschickt die Autorin die verschiedenen zeitlichen Ebenen miteinander verknüpft. Wie umsichtig und interessiert Haigh ihr üppiges Figurenensemble umkreist, hat Staude beeindruckt.
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