Jens Friebe

52 Wochenenden

Texte zum Durchmachen
Cover: 52 Wochenenden
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2007
ISBN 9783462037968
Taschenbuch, 187 Seiten, 8,95 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Dietmar Dath und einer Gastkolumne von Linus Volkmann. Immer wenn es am schönsten wird, hört die Woche auf, bzw. die Woche ist meist am schönsten, wenn sie aufhört. 52 Wochenenden lang überspringt Jens Friebe einfach den Rest und schreibt, wo es einen hintreibt von Freitag bis Sonntag. Jens Friebe veröffentlichte einige Schallplatten, die "In Hypnose" oder "Vorher Nachher Bilder" heißen. Das war im letzten Jahr, und die Schallplattenfirma verlangt nach neuer Songwriter-Kunst, aber die soll erst 2007 in die Läden kommen. Gut ein Jahr, das gefüllt werden muss: mit den Besuchen in einem linken Jugendzentrum, in dem die Jeunesse doree ihre Rhabarberlimonade schlürft, mit Auftritten, Lesungen und den vielen anderen tausend Möglichkeiten, wie man ein Wochenende würdevoll begeht. Da wollen Kunstausstellungen mit Musikeinlagen eröffnet werden, Köln sollte man auch in diesem Jahr besuchen, zumindest um die guten alten Zeiten für eine Nacht im Studio 672 zu beschwören. Am Anfang des Jahres begleitet der Privatmann Friebe die Berliner Band Britta auf ihrer Tour, fährt anschließend mit seiner Schwester nach Tokio, springt gelegentlich als Gastmusiker ein, wenn er gebraucht wird, dann ist man wieder in München oder in Hessen, Bremen oder auf der Kastanienallee. Unglaublich viele Partys, Konzerte und sonstige Feierlichkeiten werden besucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2007

Prima Popliteratur, preist Rezensent Eric Pfeil diesen Band des Musikers Jens Friebe mit Texten, die zuvor schon im Weblog des Autors zu lesen waren. Knapp, dicht, nie wehleidig, gelegentlich sich ins Absurde davonschwingend sind diese Notate, die sich als "knackige Miniaturen" weglesen lassen, so Pfeil. Um das Leben am Wochenende geht es, Konzerte, Lesungen, Partys, was immer Friebe an Samstag und Sonntag so treibt oder beobachtet und besucht. Pfeil lobt die "Beiläufigkeit" des ganzen, auch oder gerade, wenn sie manchmal ziemlich "forciert" wirkt. Mangel an Authentizität und ausgestellte Künstlichkeit sind schließlich im Pop-Universum alles andere als Vergehen.
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