Aus dem Dänischen von Friederike Buchinger. Alles fängt ganz harmlos an. Der Direktor bittet die Schüler, nach Schulschluss noch kurz auf dem Gelände zu bleiben: Wegen einer Epidemie müsse man Vorkehrungen treffen. Aber dann wird ein Zaun um die Schule errichtet. Urplötzlich darf niemand mehr das Gelände verlassen. Und über allem schwebt eine Drohne. Als ein Helikopter Essen abwirft und ein Matratzenlager entsteht, scheint für viele ein großes Abenteuer zu beginnen. Doch je länger das Eingesperrtsein dauert und je mehr Lehrer und Schüler erkranken, desto stärker breiten sich Panik und Verzweiflung aus. Aus der kleinen Quarantäne-Gemeinschaft wird ein eigener Kosmos, in dem alle um Freundschaft, Freiheit und das blanke Überleben kämpfen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2016
Rezensentin Andrea Lüthi hat viele Fragen nach der Lektüre von Jesper Wung-Sungs Jugendroman. Wenn der Autor wie in einer Versuchsanordnung eine Schule und ihre Schüler von der Außenwelt abriegelt, um sie als Opfer einer Epidemie, vor allem aber der Gleichgültigkeit und Erbarmungslosigkeit der Gesellschaft darzustellen, wähnt sich Lüthi in einer bisweilen surreal gefassten Parabel. Wie reagiert der Einzelne auf so eine extreme Situation? Ein verstörendes Buch, meint Lüthi.
Eine Art "Herr der Fliegen", aber mit versöhnlichem Ende, so skizziert Rezensentin Magdalena Hamm den Inhalt dieses Buchs. In einer Schule in der dänischen Provinz bricht eine Epidemie aus, die die Klasse in Isolation hält. Jesper Wung-Sung wird sowohl der Gruppendynamik als auch den Nöten einzelner Schüler gerecht, lobt die Rezensentin. Und wer sagt, dass Notsituationen zwangsläufig immer nur das Böse im Menschen wecken?
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