Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2000
Dieses Debüt scheint Heinrich Detering ein wenig verblüfft zu haben - im positiven Sinne. Fernab von "Sex, Drugs und Cyberspace" habe der Autor hier ein Bändchen vorgelegt, in dem ausgesprochen wenig passiert, und darin liegt nach Deterings Ansicht eine seiner Stärken. Denn die Texte aus den `Jahren der Turnbeutel` seien "optische und akustische Momentaufnahmen", stille Beobachtungen, oft witzig, mit "Pointen, wo andere gar nichts sehen". Die Beispiele, die Detering zitiert, vermitteln dem Leser hervorragend, was er damit meint, so zum Beispiel die Passage, in der Lendle über winzig kleine Frösche spricht, mit `so kurzen Namen, dass schon das Öffnen des Mundes übertrieben gewesen wäre`. Detering kritisiert lediglich, dass Lendle bisweilen versuche, seine Miniaturen zu einem größeren Bild zusammenzufügen. Dies hält er für vollkommen überflüssig.
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