Man muss schon selbst ziemlich vom Info-Wahn ergriffen sein, so legt Thomas Hübners Kurzbesprechung nahe, um dieses Buch zu goutieren. In "assoziativ gestalteten Kapiteln" legt der "konstruktivistisch geschulte" Autor seine Thesen dar, nach denen eine Demokratisierung durch die neuen Medien durchaus möglich ist, aber nur für den, der sich durch den Wust den Angebots durchzubeißen weiß. Und das wird wieder nur ein sehr kleiner Teil der "Medienkonsumenten" zu tun bereit sein, vermutet Thomas Hübner. Keine "prägnante Medienpädagogik" ist dies Buch, vielmehr ein eiliger Ritt durch den Dschungel der Medien, der Motive und Bedürfnisse ihrer Macher und Konsumenten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.09.2000
Rolf-Bernhard Essig hat dieses Buch offenbar mit einigem Vergnügen gelesen, zumal Vulner sowohl mit den glühenden Anhängern der Multimedia-Welt als auch mit deren Verächtern ins Gericht geht - und das auf eine gleichermaßen anregende, unterhaltsame wie aber auch kompetente Weise. Dabei sei sich der Autor allerdings durchaus bewusst, dass er letztlich mit seinem Buch kaum diejenigen erreichen wird, die sich ohnehin nicht mit dieser Art Medien beschäftigen. Gut scheint dem Rezensenten zu gefallen, dass Vulner auch "historische Rückblicke auf Konzepte wie Elite, Bildung, Demokratie, Kunst einschließt", und deutlich aufzeigt, dass die technischen Möglichkeiten keineswegs mit der "Qualität der Vermittlung" verwechselt werden dürfen - wie es so häufig der Fall ist. Essig gefällt die engagierte Art Vulners, die nicht frei sei von Selbstironie und Sarkasmus und äußert die Ansicht, dass dieser Band durchaus zum "Mit- und Gegendenken" anregt. Lediglich die flapsige Sprache geht dem Rezensenten bisweilen auf die Nerven, und überhaupt macht er einige Fehler aus, die ein Lektorat seiner Ansicht nach hätte beseitigen müssen. Dennoch verdient dieses Buch, wie er findet, das `teuerste Gut der Jetztzeit`: Aufmerksamkeit.
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