Nie war der Reformbedarf des deutschen Einkommensteuerrechts größer als heute. Aus einem privat ausgeschriebenen Wettbewerb um den besten Einkommensteuer-Reformentwurf ist die Schrift des Autors als erster Preisträger hervorgegangen, weil sie juristische und ökonomische Grundsätze möglichst gut miteinander in Einklang bringt. Das Werk beschreibt zunächst die Grundlagen einer rechtlichen Neuordnung unter Beachtung ökonomischer Prinzipien. Dabei wird eine konsequente Besteuerung nur des konsumierten Einkommens präferiert. Dies mündet in einen ausführlich begründeten Gesetzentwurf. Ferner fügen sich ein umfassenderes gesetzliches Reformmodell einer Einkommensteuer mit integrierten Sozialtransfers (Bürgergeld) und eine Gesetzesfassung für die Übergangszeit an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2005
Das deutsche Einkommenssteuerrecht ist zu kompliziert, widersprüchlich, ungerecht. Soweit sind sich laut Klaus Peter Krause alle Fachleute einig. Das Problem ist nur: Die Gegenvorschläge sind meist nicht besser. Nun hat der Wirtschaftswissenschaftler Joachim Mitschke seine Vorschläge unterbreitet und der Rezensent ist begeistert: "Hier ist sie, die Reform aus einem Guss", jubelt er. Kurz umrissen stellt Krause die Grundidee so dar: Investierte und reinvestierte Einkommen bleiben so lange unbesteuert, bis sie verbraucht, verschenkt oder vererbt werden. Wer sein Geld in Betreibe, Ausbildung oder Altersversorgung invesiert, bleibt steuerfrei. Unternehmen brauchen nur noch eine Handelsbilanz, alle Rechtsformen, alle Kapitalanlagen werden gleichbehandelt. Und zur Haushaltsneutralität, das ist das Schöne, reicht ein steuerlicher Höchstsatz von 30 Prozent. Dem Buch beigelegt ist übrigens der gesamte bereits ausformulierte Gesetzesentwurf mit 45 Paragrafen, staunt Krause: "So weit hat es noch keiner gebracht!"
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