Ötzi, der Mann aus dem Eis, konnte bei seiner Gletscherbesteigung ebenso wenig darauf verzichten wie die Baumeister mittelalterlicher Kathedralen oder die Energieunternehmen unserer Tage: Holz ist als Werk-, Bau- und Brennstoff unentbehrlich. Dieses Buch erzählt die wechselvolle Kulturgeschichte des Holzes und gewährt überraschende Einblicke in die Beziehung zwischen dem Naturstoff Holz und seinem Nutznießer Mensch: angefangen bei den Jägern der Steinzeit bis zur globalisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, in der das Holz eine vielfältige und unerwartete Renaissance erlebt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.01.2008
Rezensent Florian Welle begrüßt diese höchst instruktive Geschichte des Holzes von der Prähistorie bis zur Gegenwart, die der Technik- und Umwelthistoriker Joachim Radkau vorgelegt hat. Er schätzt den Autor für seinen jargonfreien, angenehm lesbaren Stil und seine sachliche Darstellung fern von "verklärender Naturromantik" und "apokalyptischer Untergangsszenarien". Dabei hat Welle eine Menge gelernt über Holzproduktion, -verbrauch und -verarbeitung, die Etablierung der Forstwissenschaft, der Pechbrenner, Köhler und Pottaschesieder. Besonders hebt er die eingehende Diskussion der Sorge vor Holzknappheit hervor. Insgesamt würdigt er das Werk als einen "faszinierenden kulturgeschichtlichen Überblick".
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