Mit einem Nachwort von Cees Nooteboom. Fast die Hälfte seines Lebens hat Joachim Sartorius im Ausland verbracht, in Nordafrika, Istanbul. Zypern. Mit "In den ägyptischen Filmen" liegt nun ein Lyrikband mit ausgewählten, zum Teil erstmals veröffentlichten Gedichten vor, die diesen Hintergrund spüren lassen. Sartorius verleiht den Orten und Menschen seiner Lyrik, der Betrachtung der lebendigen Erotik wie der erkalteten Liebe einen "geheimnisvollen Mehrwert", so Cees Nooteboom in seinem Nachwort.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2002
Was mehr ließe sich von Poesie erhoffen. Welch größeres Lob ließe sich vorstellen als dieser Satz am Ende von Angelika Overaths Besprechung? Erhalten, nicht erhofft indessen hat die Rezensentin von dieser Auswahl früherer, unveröffentlichter Gedichte des Autors "eine sichere Energiequelle ... ein Gegengift, eine Kapsel reinen Sauerstoffs". Nicht wenig verblüfft ist Overath darüber, zumal sich ihr nicht immer erschließt, wovon die Texte handeln, abgesehen von der thematisierten "paradoxen Loslösung vom allgemeinen Sprechen" vielleicht und der "Biographie eines reisenden Weltbewohners" mit Stationen von Arezzo bis Zypern. Den Gegengiftzauber führt sie schließlich zurück auf einen "bestechenden Sprachtrotz", der sie in "ein riskantes, exquisites Metapherngelände" mitnimmt und verhandelbaren Sinn "durch Intensität" ersetzt.
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