Aus dem Niederländischen übertragen von Ard Posthuma. Mit "So könnte es sein", blickt der Autor zurück und nach vorne zugleich: Hundert Gedichten, die zwischen 1956 und 1999 entstanden sind, fügt er siebzehn neue Texte hinzu. "So könnte es sein" zeigt in aller Deutlichkeit das poetische Universum, in dem Nooteboom zu Hause ist und in dem sein lyrisches Ich die ihm begegnenden Widersprüche erfährt.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Cees Nooteboom ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Er ist so erfolgreich, dass mancher Snob zu vergessen geneigt ist, dass Cees Nooteboom vor allem ein guter, ein sehr guter, einer der besten lebenden Schriftsteller ist. Diesen Snobs sollte "So könnte es sein", der neueste von Ard Posthuma hinreißend übersetzte Gedichtband Nootebooms, unter die Nase gerieben werden. Sie müssten erblassen. Wir andern aber bekommen rote Wangen bei der Lektüre. Schönheit erhitzt und man geniert sich ein wenig, ihr zu erliegen, und wenn sie noch dazu so heiter und klug daherkommt, weise und jung zugleich, dann verfällt man ihr und ist - man weiß nicht warum - für einen Moment glücklich. Könnte Ferdinando Scianna doch Nootebooms "Das erste Foto von Gott" lesen! ... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.11.2001
Hermann Wallmann bespricht einen Lyrikband von Nooteboom und einen Gedichtband von Eugenio Montale, zu dem Nooteboom das Vorwort geschrieben hat. Beide Bände geben ihm Aufschluss über die Poetik des niederländischen Autors. Die zweisprachige Gedichtsammlung des Autors Cees Nooteboom, in dem Gedichte aus zwei niederländischen Ausgaben von 1999 und 2000 neu zusammengestellt worden sind, beeindruckt den Rezensenten Herrmann Wallmann durch ihren Mut zur "existenziellen Pointe". Doch seien die Verse trotz ihrer "Deutlichkeit" völlig frei von "Redundanz", so Wallmann angetan, der sich durch sie zum "philosophischen Austausch" eingeladen sieht. Als charakteristisch empfindet er die Abkehr Nootebooms von Pathos und Opulenz zugunsten von Lakonie und der "Tendenz der Aufzählung", die durchaus seine Zustimmung erhält.
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