Joanne Schwartz, Sydney Smith

Stadt am Meer

(Ab 5 Jahre)
Cover: Stadt am Meer
Aladin Verlag, Hamburg 2018
ISBN 9783848901449
Gebunden, 52 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Bernadette Ott. Mit Illustrationen von Sydney Smith. Ein Junge wird vom Rauschen der Wellen geweckt, er tobt durch Wiesen und Felder und kehrt bei Anbruch der Dämmerung zum Abendbrot nach Hause zurück. Und während das Leben an der Küste seinen sonnigen Lauf nimmt, schuftet der Vater des Jungen tief unter dem Meer in der Dunkelheit der Kohleminen.  Sydney Smiths  Bilder voller Licht und Joanne Schwartz'  Worte öffnen unsere Augen für Lebenswege, die ganze Landstriche überall auf der Welt geprägt haben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.06.2018

In diesem Buch, erkennt Rezensentin Karin Gruß, liegen die "Quellen der Liebe" in Solidarität und Beständigkeit. Joanne Schwartz erzählt darin von ihrer kanadischen, von Bergbau und Meer gleichermaßen geprägten Heimatstadt Cape Breton. Es ist eine idyllische Welt: Ein Junge blickt aufs ;eer und weiß seinen Vater unter Tage, wie es vor ihm auch schon sein Vater und Großvater taten. Auch die Illustrationen von Sydney Smith, findet Gruß, passen gut zu dieser Liebeserklärung.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.04.2018

"Eine Welt der Gegensätze" - des Oben und Unten, der Freiheit und der Enge, des Lichts und des Dunkels ist es, in der der junge Erzähler und seine Familie leben, erklärt Rezensentin Katrin Hörnlein. Diese Welt wird dem Leser in "Stadt am Meer" nahe gebracht und zwar so nahe, dass Hörnlein die Bedrängtheit unter Tage und die Weite auf dem Berg, die frische Brise, genauso wie den Staub der Kohle, die Sorge der Familie und die Angst der Bergarbeiter zu spüren glaubt. Dies ist vor allem dem perfekten Zusammenspiel von Erzählung und Illustration zu verdanken, meint die beeindruckte Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2018

Fabelhaft findet Rezensent Tilman Spreckelsen das Bilderbuch der Autorin Joanne Schwartz und des Zeichners Sydney Smith über ein dem Untergang geweihtes Milieu. Dass die Bilder eine Geschichte aus den fernen 50er Jahren erzählen, indem sie den Blick auf die längst untergegangene Welt einer Bergarbeitersiedlung am Meer erlauben, scheint Spreckelsen nicht zu stören. Für ihn schaffen die beiden Verfasser ein Kunstwerk aus eigenem Recht und eine Erinnerung an eine andere Zeit.
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