Als das Wiesel nach Hause kommt, traut es seinen Augen kaum: Bär und Dachs spielen miteinander. Das Wiesel ist sauer. Denn Dachs ist sein Freund! "Spiel doch mit", schlägt der Dachs vor, doch Bär und Wiesel können sich nicht einigen, nicht auf Fußball, nicht auf Memory oder Verstecken: "Immer willst du der Bestimmer sein!", sagt das Wiesel. "Mit dir kann man einfach nicht spielen!", sagt Bär. Irgendwann muss Dachs nach Hause …Sich als Gruppe zusammenzufinden, ist nicht einfach. Wer darf mitspielen und wer nicht? Und wer bestimmt das überhaupt? Dieses Bilderbuch erzählt von einer Situation, die jedes Kind kennt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.06.2024
Nicht nur Kinder wollen bestimmen, auch Erwachsene, die gehen allerdings zumindest mit dem Anschein von Selbstbeherrschung an die Sache heran, so Rezensentin Judith von Sternburg, das Thema kann sie jetzt in zwei Bilderbüchern nachvollziehen. Jörg Mühle lässt Wiesel, Bär und Dachs auftreten, die eigentlich miteinander spielen wollen, aber gar nicht dazu kommen, weil sie viel zu sehr mit streiten beschäftigt sind und mit der Frage, wer denn nun bestimmen darf. Auf den Bildern gibt es Sternburg zufolge viel zu entdecken. Bei Elisa Gravel gibt es ein kleines blaues Monster, das alles möchte, was es zu sehen bekommt - und weder einen Dinosaurier noch einen Müllwagen haben kann. Das rote Muttermonster weiß aber durch eine lange Umarmung zu trösten, verrät die Kritikerin, die mit beiden Büchern sehr zufrieden ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2024
Rezensent Fridtjof Küchemann mag sie gern, die Kinderbücher von Jörg Mühle, die so liebevoll vom Streiten erzählen. In "Morgen bestimme ich" kabbeln sich Bär und Wiesel darum, wer wie mit dem Dachs spielen darf, der zu Besuch ist: Immer wütender und gereizter werden die beiden, bald ist kaum noch zu erkennen, wer da was ruft. All das fängt Mühle in seinen "ausdrucksstarken" Zeichnungen hervorragend ein, staunt Küchemann. Und dass der Autor den Figuren kein Geschlecht zuordnet, macht das Buch für ihn "universell".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…