Der Autor Jörg Oberste hat die erste deutschsprachige Monografie zum Krieg gegen die Albigenser vorgelegt. Unter Verwendung zum Teil erstmals ins Deutsche übersetzter Quellen arbeitet er die für das Mittelalter typische Verknüpfung von Religion und Machtpolitik präzise heraus und zeichnet zugleich ein lebendiges Bild der Menschen im mittelalterlichen Südfrankreich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.11.2003
"Detailliert und kompetent" hat Jörg Oberste dem Rezensenten Helmut Zander zufolge all die "Erstürmungen und Eroberungen und Massaker und Schlachten und Allianzen" der Albigenserkreuzzüge geschildert, ohne dabei die Übersicht zu verlieren, so dass für den Leser keinerlei Gefahr bestehe, sich in diesem "ermüdenden Kleinkrieg" zu verlieren. Seine Analyse sei in einem "gut lesbaren Stil" verfasst, versichert Zander, der allein ein wenig enttäuscht scheint, dass Oberste es nicht vermocht hat, seine Studie zu einer umfassenden "Kulturgeschichte des Krieges" zu verdichten. Denn, so die Kritik des Rezensenten, die Katharer selbst blieben als "intellektuelle Akteure am Rande seiner Darstellung", und auch der Krieg sei in seiner Darstellung zu bloßer Machtpolitik verkommen.
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