Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2003
Die Opfer des SED-Regimes hatten nach dem Ende der DDR hohe Erwartungen: Rehabilitierung, materielle Entschädigung, Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen und Bestrafung der Täter. Heute herrscht bei den Betroffenen vorwiegend Enttäuschung und Verbitterung. Eine Reaktion, für die Jörg Siegmund in seiner Studie über Opferverbände vollstes Verständnis zeigt, berichtet Rezensent Gunter Holzweißig. Finanzielle Ausstattung und ihr Organisationsgrad sind nach Siegmunds Untersuchung ausgesprochen dürftig. Wie Holzweißig ausführt, kritisiert Siegmund das Desinteresse der Medien und der Politik am Schicksal der zu DDR-Zeiten politisch Verfolgten sowie das mangelnde Einfühlungsvermögen der Bürokratie gegenüber den Opfern des SED-Regimes, ohne zu verhehlen, dass die Opferverbände durch Selbstblockaden auch eine Mitverantwortung für ihre fehlende Lobby tragen.
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