Bruno Wollmer, Deutschlands erfolgreichster Komödienautor, hat sich, von den eigenen Lustspielen übersättigt, ans Mittelmeer zurückgezogen. Zwischen April 2009 und August 2011 kommentiert Wollmer das private und das Weltgeschehen in Briefen an seinen Freund Richard. Darin steigert er sich von Klage in Zorn und Unheilsprophetie. Dabei schreibt er nur, was viele heute empfinden. Aber man muss schon Komödiant sein, um es wirklich in Worte zu fassen.
Uschi Schmidt ist begeistert. Jörg W. Gronius und sein Briefroman haben ihr die Gegenwart, nicht zuletzt die deutschen Zustände, aus ferner Perspektive enthüllt. Aktuell, reflektiert, philosophisch, kritisch fasst der Erzähler laut Rezensentin Schmidt Phänomene wie die Abwrackprämie, Merkels Regieren oder Kleidermoden. Dass der Autor dabei zwar mitunter politisch wunderbar unkorrekt, doch stets liebevoll vorgeht, poetisch und präzise darüber hinaus, findet Schmidt gelungen. Eine Lektüre für Geist und Sinne gleichermaßen, freut sie sich.
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