Die Ausgabe enthält 6 Fremdenbücher, 1 Band Besucherkärtchen, 1 Kommentarband von Rudolf Pestalozzi.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2001
Lavater war aufgrund seiner "Physiognomischen Fragmente" und der Lehre von der Gesichtslesekunst ein Guru seiner Zeit und, wie Ralf Konersmann bemerkt, zugleich ein Public-Relation-Talent, das sich ständig mit Bewunderern umgab. Kein Berühmter seiner Zeit, der nicht bei ihm eingekehrt wäre, behauptet der Rezensent, und durch eine der typischen Kurzcharakteristiken Lavaters erfasst worden sei. Dabei konnte Lavater, wie Konersmann anhand der Fremdenbücher und Besucherkärtchen feststellt, durchaus harsch über seine Besucher urteilen. Und wurde ihm ordentlich geschmeichelt, dann schrieb er: "Sie umengelten mich". Die Fremdenbücher liegen erstmals veröffentlicht vor, so Konersmann, das Faksimile sei liebevoll gemacht und eine anregende Lektüre. Eine gewisse Bissigkeit und Neigung zur Schwarzmalerei hätten Lavater durchaus den "Schärfsten seiner Gegner" ähnlich sehen lassen.
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