Herausgegeben von Ulrike Leitner. Die im Cotta-Archiv des Deutschen Literaturarchivs Marbach archivierte Korrespondenz Alexander von Humboldts mit Johann Friedrich von Cotta und nach 1832 mit dessen Sohn Johann Georg dokumentiert die über ein halbes Jahrhundert (1804-1859) währende Verbindung des berühmten preußischen Weltbürgers zu dem süddeutschen Verlagshaus. Der Hauptinhalt der fast 400 bisher meist unpublizierten Briefe betrifft naturgemäß Humboldts Publikationen bei Cotta, von seinem amerikanischen Reisewerk bis zum erfolgreichen Alterswerk, dem "Kosmos". Der lange Zeitraum der Korrespondenz umspannte aber auch eine politisch brisante Zeit. Humboldts Kommentare zum Zeitgeschehen sind gewissermaßen ein Abriss der preußischen Geschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Daneben berichtet er über wissenschaftliche Themen, die ihn gerade beschäftigten, und kommentiert Fachliteratur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2009
Wie bedeutsam (nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht) die Werke Alexander von Humboldts für den Verlag Cotta schon immer waren, aber auch was für ein vielseitig interessierter Zeitgenosse und Verlegerfreund Humboldt war, kann Alexander Kosenina der von Ulrike Leitner edierten Korrespondenz Humboldts mit seinen Verlegern Johann Friedrich und Johann Georg Cotta entnehmen. Bei aller Güte des Kommentars, durch den Editionsdschungel des Humboldt'schen Werkes geleitet der Band den Rezensenten leider nur halbherzig. Auch über Textverhältnisse, Umfänge, Mitverfasser, Herausgeber etc. wäre Kosenina gerne genauer informiert worden.
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