Mit Abbildungen, Notenbeispielen, Anhang und Register.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2000
Eine zwiespältige Kritik schreibt Thomas Fischer. Einerseits lobt er, dass Vogel einen zu Unrecht heute fast vergessenen Komponisten einigermaßen sachgerecht und distanziert würdige, andererseits weist er auf deutliche Schwächen des Bandes hin. Der biografische Teil sei quasi identisch mit einer 1989 erschienenen Rowohlt-Monographie des gleichen Autors, die Werkanalysen sänken zuweilen auf das Niveau eines handelsüblichen Opernführers herab, und der Auszug aus Pfitzners eigenen Schriften, der den dritten Teil des Bandes bildet, sei um deutschnationale und antisemitische Passagen bereinigt worden. Dennoch begrüßt der Rezensent das Erscheinen des Bandes, nicht zuletzt, weil er den biografischen Teil "flüssig zu lesen" und "hervorragend recherchiert" findet. Inwieweit Vogel darin auf Pfitzners umstrittene Rolle in der Nazi-Zeit eingeht, ist aus der Kritik nicht ersichtlich. Selbst der Rezensent verteidigt Pfitzner gegen den Vorwurf der Hitler-Nähe mit dem Argument, er habe sich für einen jüdischen Freund im KZ eingesetzt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…