Herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Harald Fricke. Eine modernisierte Leseausgabe für alle alten und neuen Goethe-Freunde, befreit von philologischem Ballast und Seite für Seite mit knappen Hinweisen zum historischen Verständnis versehen. Denn die Legende von einem 'Spätwerk' Goethes namens Maximen und Reflexionen erweist sich, mitsamt diesem populär gewordenen Titel, als Erfindung früherer Herausgeber. Die Neuedition ordnet die bislang auseinandergerissenen Spruchfolgen nicht nur wieder ihrem authentischen Entstehungszusammenhang und Gebrauchskontext zu, sie bietet auch rund 450 nachgelassene Goethe-Sprüche mehr als alle bisherigen Ausgaben, oft zum erstenmal in ihrer ursprünglichen Form.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2006
Starker Tobak für jeden Goethe-Leser sei der neue und zugleich alte Titel, meint Rezensent Hans-Jürgen Schings. Aber er fügt sich unter leisem Murren den Einwänden des Herausgebers Harald Fricke gegen das so schön französisch und apercuhaft klingende "Maximen und Reflexionen". Sowohl die Anordnung als auch die Zählung der alten Ausgabe sei darüber hinaus schändlich "inkorrekt" gewesen, referiert der Rezensent, und ein Hauptfehler sei die Annahme gewesen, Goethes Sentenzen stellten so etwas wie ein Spätwerk mit eigenem Titel dar. Auch die bisherige Anordnung nach Themen stelle einen "Irrweg" dar. Das sei nun behoben.
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