Aus dem Amerikanischen von Kristina Dorn-Ruhl, Bea Reiter und Imke Walsh-Araya. Inez Graney scheut keine Mühe, um ihren Sohn zu besuchen. Seit elf Jahren sitzt Raymond im Todestrakt. Seine Brüder, die ihre Mutter stets begleiten, halten Raymond für einen schrägen Vogel. Oft muss Inez zwischen ihren Söhnen vermitteln. So auch diesmal, an diesem besonderen Besuchstag, an dem Raymond Graney hingerichtet wird. John Grisham erzählt Stories, die den Leser ins Herz treffen, und schafft Figuren, die man nie mehr vergisst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.08.2010
Oha, Thomas Steinfeld kratzt am Goldglanz der 60 Millionen verkauften Bücher des großen John Grisham. Nichts gegen Erzählungen aus dem amerikanischen Provinzproletariat. Aber der für Steinfeld in den Texten spürbare Wille des Autors, einem William Faulkner nachzueifern, erreicht sein Ziel seiner Meinung nach nicht. Dafür müsste Grisham schon den Aktenstaub wegpusten, das "Geplapper" eines Büroschimmels ("Bargeldbestände") abstellen, das dem Rezensenten gehörig auf die Nerven geht. Nein, an der Übersetzung liegt das nicht, versichert Steinfeld. Vielmehr verhandelt Grisham hier Rechtsfälle als Plots in der ihm eigenen Sprache. Und die ist, das muss hier mal gesagt werden, findet Steinfeld, bürokratisch autoritär, nicht anschaulich.
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