Lynchjustiz - bis heute verbunden mit Rassismus, Terror und Gewalt, mit dem berühmt- berüchtigten Ku-Klux-Klan und dem amerikanischen Süden - kostete im Lauf der amerikanischen Geschichte Zehntausende Menschen das Leben. Manfred Berg erzählt die Geschichte der Lynchjustiz von ihren Anfängen in der Kolonialzeit und während der Revolution bis in die Gegenwart. Er berichtet vom Widerstand gegen die Lynchjustiz und untersucht, warum sie um die Mitte des 20. Jahrhunderts aufhörte und welches Erbe sie in der amerikanischen Kultur hinterlassen hat. Wer verstehen will, warum das staatliche Gewaltmonopol in den USA eine vergleichsweise geringe Akzeptanz findet und die USA die drakonischste Strafjustiz der westlichen Welt praktizieren, aber auch welche Kontinuitäten zwischen dem Lynchen und der Praxis der Todesstrafe bestehen, findet in diesem Buch Antworten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2014
Rezensent Rudolf Walther beschränkt sich in seiner Besprechung dieses Buch fast völlig auf die Nacherzählung des Inhalts. Manfred Bergs Definition des Lynchmord findet dabei ebenso seine Zustimmung, wie die Geschichte von der Kolonialzeit über die Sklavenhaltung bis in die heutige Zeit sein Entsetzen erregt. Berg analysiere die kulturellen Bedingungen vor allem der Südstaaten, unter denen es möglich war, dass tausende von Menschen, unter Missachtung eines an sich schon drakonischen Rechtssystems, spontaner Selbstjustiz zum Opfer fielen, fasst der Rezensent zusammen, der von Bergs genauen Ausführungen gleichermaßen bestürzt und beeindruckt ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2014
Als faktenreiche Gesamtdarstellung bezeichnet Thorsten Gräbe das Buch über die Geschichte der Lynchjustiz in Amerika des Heidelberger Historikers Manfred Berg. Sowohl Einzelanalysen von Lynchmorden als auch ihrer Legitimierung bietet ihm der Band. Daneben verfolgt der Autor die lange Geschichte der Lynchjustiz von der Kolonialzeit bis heute und erläutert dem Rezensenten die Verbindungen zwischen Lynchjustiz, Sklaverei und Rassenfrage im Süden der USA und an der Grenze zu Mexiko. Dass der Band auch die Verteidigung der Afroamerikaner gegen Mobgewalt verhandelt, rundet den Inhalt für Gräbe ab.
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