Aus dem Englischen von Biggy Winter. "Dieser Roman ist ein grässliches Konvolut von Unsinnigkeiten, bevölkert von wenig überzeugenden Charakteren, geschrieben in öder Prosa, oft genug lächerlich und durchweg bizarr. Sie werden kein Wort glauben, und doch ist alles wahr!" Im Jahr 1901 ermittelt der Bühnenzauberer und Detektiv Edward Moon mit seinem Assistenten, einem zwei Meter großen, schlafwandelnden Giganten, in der Unterwelt des viktorianischen London: Eine bizarre Mordserie führt sie in ein Reich der Fliegenmenschen, Hellseher und Geheimbünde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2008
Thomas Scholz kann sich der Faszination, die von der alptraumhaft-phantastischen Welt dieses Debütromans ausgeht, kaum entziehen und folgt dem englischen Autor Jonathan Barnes mit einem gewissen Vergnügen in das viktorianische London, das den Schauplatz für diesen unkonventionellen Kriminalroman abgibt. Barnes bricht darin mit sämtlichen Genre-Verabredungen, die man sich nur denken kann und warnt selbst gleich zu Anfang, dem Plot oder dem Protagonisten Edward Moon, einem Showmagier, der zwei Morde aufzuklären hat, Vertrauen oder Sympathie entgegenzubringen, teilt der Rezensent mit. Der Autor greife kulturhistorische Versatzstücke, historische Personen und literarische Zitate auf, ohne dass sie für die Handlung wirksam würden und mische das mit der traumhaften Erzähllogik, die jeglicher Narration mehr oder weniger ohnehin zu Eigen ist, wie der Rezensent meint. Das Einzige, was ihm bei diesem Buch fehlt, ist ein "unverwechselbarer Stil", der diesem schrägen Plot auch angemessen wäre, aber der Rezensent scheint sich keine echten Sorgen zu machen, dass sich Barnes hier noch weiterentwickeln wird.
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