Aus dem Englischen von Markus Montz. Mit einer Einleitung von Christoph Biermann. Was Ballkünstler wie Messi oder Ronaldo heute mit ihren Teams auf dem Platz vollbringen, hat mit dem ursprünglichen englischen Kick wenig gemeinsam. Ausgehend von der klassischen Anfangsformation mit nur zwei Verteidigern, revolutionierten berühmte Trainer und Spieler immer wieder die taktische Anlage des Spiels und eröffneten ihm mit dem WM-System , dem Riegel oder der Raute völlig neue Dimensionen. Der englische Fußballexperte Jonathan Wilson beschreibt die taktische Entwicklung des Fußballs in einem Buch, das in England begeistert gefeiert und als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet wurde. Wilson liefert eine fakten- und anekdotenreiche Erklärung dafür, wie der Fußball zu dem wurde, was er heute ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2011
Eines ist sicher, meint Jochen Hieber, nach der Lektüre dieser Weltgeschichte des Fußballs von Jonathan Wilson: Fußball endet nie. Die vom Rezensenten so gelobte Hell- und Klarsicht des englischen Autors aber schon. Und zwar bei den Triumphen deutscher Nationalmannschaften. 1972 und 1974 kommen praktisch nicht vor. Laut Hieber ein blinder Fleck des Autors, die Leistungen der Elf um Beckenbauer und Netzer einfach so zu ignorieren. Dafür lernt der Rezensent vom Sportjournalisten Wilson viel über die Zivilisation des Fußballs vor gerade mal 140 Jahren, die relativ unbekannte Frühzeit, über die Einführung des "W-M-Systems" und, anekdotisch aufgelockert, über Nationalstile, Trainer und Spieler und das ewige Hin- und Her zwischen schönem und effektivem Fußball. Die ein oder andere Unter- oder auch Überbewertung kann Hieber da wegstecken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.05.2011
Rezensent Heinrich Geiselberger ist beeindruckt: das ist eine Analyse der Spieltaktiken im Fußball, wie man sie in Deutschland - und vor allem in den großen Medien - kaum kennt. Der englische Sportreporter Jonathan Wilson interessiert sich vor allem für "systematische Innovationen" im Fußball, daher geht es weniger um die großen Spieler als um die Trainer: Jimmy Hogan, Herbert Chapman, Helenio Herrera, Rinus Michel, Walerij Lobanowskyj, Arrigo Sacchi und Wiktor Maslow, zählt Geiselberger auf. Wer sich wirklich gut auf das Champions-League-Finale vorbereiten will, dem kann er das Buch nur empfehlen.
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