Aus dem Englischen von Marcus Ingendaay und Michael Müller. Wie können wir in der modernen Welt überleben? Jordan B. Peterson beantwortet diese Frage humorvoll, überraschend und informativ. Er erklärt, warum wir Kinder beim Skateboarden alleine lassen sollten, welches grausame Schicksal diejenigen ereilt, die alles allzu schnell kritisieren und warum wir Katzen, die wir auf der Straße antreffen, immer streicheln sollten. Doch was bitte erklärt uns das Nervensystem eines Hummers über unsere Erfolgschancen im Leben? Und warum beteten die alten Ägypter die Fähigkeit zu genauer Beobachtung als höchste Gottheit an? Dr. Peterson diskutiert Begriffe wie Disziplin, Freiheit, Abenteuer und Verantwortung und kondensiert Wahrheit und Weisheit der Welt in 12 praktischen Lebensregeln. "12 Rules For Life" erschüttert die Grundannahmen von moderner Wissenschaft, Glauben und menschlicher Natur. Dieses Buch verändert Ihr Leben garantiert!
Dass Rechtsradikale, Verschwörungstheoretiker, Trump-Fans und Breitbart zu Jordan Petersons Fans gehören, wundert Rezensent Lukas Hermsmeier nicht. Dass sich aber auch Menschen aus der liberalen Mitte der Faszination des kanadischen Psychologieprofessors, der dank Youtube und Twitter längst zum Social-Media-Star avanciert ist, nicht entziehen können, findet der Kritiker mindestens problematisch: Spiegel, FAZ, Dlf und Co. widmen dem Mann, der mit simplen Thesen und ohne Exkurse zur Begriffsgeschichte gegen den Feminismus, die Linke oder die Postmoderne wettert, dafür Maskulinismus predigt, fast kritiklose Porträts und Besprechungen, bermerkt Hermsmeier kopfschüttelnd. Er jedenfalls rät dringend von der Lektüre dieses nicht mal besonders aufregenden Werkes ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2018
Oliver Jungen gibt Entwarnung. Jordan B. Petersons reaktionäre Thesen zu Geschlecht, Ehe und Erziehung scheinen ihm letztlich eher harmlos, katholischer Kirchenkonsens, meint er. Zwar hält er die von einem manichäischen Dualismus und einem atavistischem Geschlechterbild geprägte Polemik des kanadischen Psychologen für seicht und fragt sich, wie dergleichen zum Bestseller werden konnte, im Ganzen findet er das Selbsthilfe-Buch aber wenig konfrontativ. Sogar Petersons biologistisch grundierte Forderung nach mehr Heroismus und nach der Ehe als Ideal kann Jungen tolerieren, auch wenn das alles vom Autor ohne Begriffsschärfe und Systematik, unter Verwendung von Allgemeinplätzen, Halbwissen und Verkürzungen vorgetragen wird. Dem Buch attestiert Jungen immerhin Lesbarkeit und sogar Humor.
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