"In meiner Brust wachsen Bäume.": Während die Welt zum Zimmer schrumpft, entfaltet sich in Joseph Zoderers Gedichten das Leben."Mit den Händen / die Nachterde betasten / darin versteckt sich / das Licht." Joseph Zoderers Gedichte führen in einen Kosmos, der sich immer weiter verengt - die Welt wird zum Zimmer, der Horizont durch die Fenster begrenzt. Doch was sich in diesem reduzierten Raum entfaltet, ist nichts weniger als das Leben selbst: Liebe und Schmerz, Sehnsucht und Verzweiflung, die Befragung der Vergangenheit und das unbarmherzige Wissen um den Tod.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2022
Rezensent Harald Hartung staunt, wie verhalten glanzvoll die Altersgedichte von Joseph Zoderer daherkommen. Sogar von den letzten Dingen spricht der Dichter diskret, aber selbstbewusst, findet er. Kein Schwätzer, auch kein Mystiker der Stille, sondern ein Gryphius im neuen Gewand, der den Rezensenten mit blühender Fantasie, poetischer Ökonomie und freien Versen überzeugt und in "poetische Wälder" entführt. Die Gedichte vergleicht Hartung mit Haikus, die frei sind von Bekenntnissen und Verdunkelungen gleichermaßen.
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