Allein im letzten Jahr wurden 40 Milliarden kriminell erwirtschaftete Euro in die deutsche Wirtschaft eingespeist. Entweder wird das Geld direkt in kriselnde Unternehmen investiert - wie im Fall der Wadan-Werft in Warnemünde oder der HSBC Bank. Oder aber die Gelder werden über Strohmänner und korrupte Banker auf Konten transferiert und von dort in Aktien, Fonds oder Unternehmen investiert. Der eigentliche Skandal: Politik und Justiz schauen nicht nur zu, sondern schützen die kriminellen Strukturen auf vielfältige Weise.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.08.2010
Von Sympathie getragen ist die Besprechung von Ralf Husemann, und wie. Wie sonst könnte er das Buch von Jürgen Roth unbeirrt auf seine Verdienste hin abklopfen, während der Autor ihn ein ums andere Mal mit seinen waghalsigen Analysen und nicht belegten Behauptungen im Regen stehen lässt. Detailrecherche im Bericht (etwa über die Lage der Nordic-Werften) - schön. Dann aber kommt wieder so ein polemischer politischer Seitenhieb und untergräbt die Methode. Husemann setzt auch lieber auf pragmatische Argumente, Roth eher nicht. Lieber frönt er einem moralischen Rigorismus (alles Mafia!), den der Rezensent zwar ehrenwert findet, aber angesichts globaler Finanzspekulation auch anachronistisch.
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