Jürgen Roth zeigt, wie die gefährlichsten Mafiaorganisationen Ndrangheta und die Russenmafia Deutschland mithilfe von Politik und Wirtschaft unterwandern. Seit den Morden von Duisburg ist die kalabresische Ndrangheta in Deutschland in der Öffentlichkeit bekannt. Was als Fehde verfeindeter Clans dargestellt wird, ist in Wahrheit nur ein "Betriebsunfall" bei der Unterwanderung Deutschlands durch Mafiaorganisationen - egal ob durch italienische oder russische Clans. Denn es geht längst nicht mehr nur um Schutzgelderpressung, Prostitution oder Drogenhandel, sondern um Macht und Einfluss auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen, die man sich durch milliardenschwere Investitionen erkauft. Williger Türöffner beim Eintritt in die ehrenwerte deutsche Gesellschaft spielt eine illustre Seilschaft aus Politik, Wirtschaft und Justiz, die auf beiden Augen blind ist - solange die Kasse stimmt. Seit vielen Jahren recherchiert der renommierte Journalist Jürgen Roth über die Strukturen der Mafia in Deutschland. Er hat mit italienischen Mafiosi geredet und italienische Mafiaermittler befragt, mit Finanzfachleuten gesprochen und Einsicht in aktuellste Erkenntnisse von Ermittlern in Sachen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität bekommen. Sein Fazit: Die Mafia ist bei uns angekommen. Ganz oben. Mit brisanten neuen Fakten zu Fällen aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen sowie Österreich und der Schweiz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2009
Jürgen Roth ist dem Rezensenten Ernst Horst schon früher als Schnell- und Vielschreiber aufgefallen, und auch sein neues Buch über die Mafia in Deutschland ist, wie ihm scheint, mit heißer Nadel gestrickt. Die Fakten und Zahlen darf man nach Ansicht des Rezensenten nicht auf die Goldwaage legen, das im Hinterkopf lässt sich aber viel aus dem Buch "lernen", wie er versichert. Erschreckend erscheint Horst die aufgebotene Informationsfülle zu den zahlreichen Mafiaaktivitäten hierzulande. Allerdings hätte sich der Rezensent gewünscht, dass der Autor mit genaueren Details aufgewartet hätte, man beispielsweise erfahren hätte, mit welchen Drogen genau die Mafia handelt und wie groß ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist. Die dargebotenen Fakten aber sind in seinen Augen durchaus beunruhigend.
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