Anton Hunger

Der Pakt mit dem Teufel

Kriminalroman
Cover: Der Pakt mit dem Teufel
Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 2017
ISBN 9783863514556
Gebunden, 280 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Der Journalist Tom Schollemer ist einer heißen Sache auf der Spur: Geldwäsche, Korruption, Waffenschieberei. Im Zentrum ein hoch angesehener deutscher Politiker, der von der georgischen Mafia bestochen wird. Doch dann wird sein Informant, der Detektiv Igor Schukow, mit einem Betonklotz am Körper tot im Brunnanger Weiher gefunden. Für die Staatsanwaltschaft und die Kripobeamten war das klarer Selbstmord, ein Fremdverschulden sei auszuschließen. Tom Schollemer aber glaubt dem Suizid-Befund nicht, er beißt sich in diesem aussichtslosen Fall fest. Sein Chefredakteur und die Kollegen halten ihn für verrückt. Da platzt die Meldung herein, der griechische Steuereintreiber Kostas Karabelas sei im Wald an einem Baum erhängt aufgefunden worden. Angeblich Selbstmord. Für Tom Schollemer ist diese Ermittlungsbehauptung so wenig glaubwürdig wie das polizeiliche Testat zum Tod des Detektivs Schukow. Dem Chefredakteur trotzt er trickreich eine Dienstreise nach Athen ab, die er nach zwei Überfällen nur knapp überlebt. Doch eben die beiden Überfälle bringen ihn auf die Spur der georgischen Mafia. Der zuständige Kriminalbeamte lässt Tom Schollemer regelmäßig auflaufen. Weil der Reporter aber nicht aufgibt, bietet er ihm einen Pakt an. Es ist ein Pakt mit dem Teufel.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.04.2018

Stephan Russ-Mohl erinnert das Buch des PR-Experten Anton Hunger an Conan Doyle und Agatha Christie. Im Mafiamilieu spielend und vertraut mit den Arbeitsbedingungen des investigativen Journalismus, scheint der Text für den Rezensenten genug Bodenhaftung zu besitzen. Auch wenn sich manche Schilderung im Buch als stereotypisiert empfinden lässt, nah am Leben und am vergifteten Klima in den Redaktionen ist das allemal, findet Russ-Mohl. Die Problematik der Herrschaftsausübung am Arbeitsplatz kann der Autor ihm in wenigen Sätzen vermitteln. Im Übrigen ist das Buch so spannend wie ein Krimi sein soll, versichert der Rezensent.

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