Von einem unbekannten Fischerdorf an der Peripherie Chinas wurde Hongkong während 156 Jahren britischer Herrschaft zu einer der spektakulärsten und kosmopolitischsten Städte der Welt. Hongkongs Entwicklung - von der Besetzung durch die Briten über die Rückgabe an China im Jahr 1997 bis zum Kampf um Selbstbehauptung in der Gegenwart - ist die faszinierende Geschichte einer Stadt zwischen den großen Mächten in Ost und West. Die seit Sommer 2019 immer wieder aufflackernden Proteste und schweren Ausschreitungen sind ohne Bezug auf die komplexe Geschichte Hongkongs nicht zu verstehen. Das Buch analysiert vor dem historischen Hintergrund den gegenwärtigen tiefgreifenden Wandel der Beziehungen zwischen China, Hongkong und der Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2022
Laut Rezensentin Friederike Böge sprechen die Autoren Klaus Mühlhahn und Julia Haes in ihrem Buch allzu oft die Sprache Pekings. Wenn sie die demokratieorientierten Demonstranten als "aufmüpfig" und "gewalttätig" bezeichnen, verärgert das die Rezensentin ebenso wie die "missverständlichen" beziehungsweise falschen Darstellungen im Band, etwa wenn es heißt, 2019 sei die Mehrheit der Hongkonger Wähler Peking zugeneigt gewesen. Als historischer Überblick über die Protestkultur und das Wahlsystem in Hongkong und zum besseren Verständnis des chinesischen Handelns taugt der Band laut Böge aber dennoch.
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