Julian Voloj

Joe Shuster

Der Vater der Superhelden
Cover: Joe Shuster
Carlsen Verlag, Hamburg 2018
ISBN 9783551769206
Gebunden, 176 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Mit Illlustrationen von Thomas Campi. Gemeinsam schufen Autor Jerry Siegel und der Zeichner Joe Shuster in den 1930er-Jahren die Figur Superman und sorgten damit für einen unvergleichlichen Boom an Superhelden. Doch glücklich wurde Shuster mit seiner Schöpfung nicht, wie seine mitreißende Lebensgeschichte zeigt. Der deutsche Autor Julian Voloj und der italienische Zeichner Thomas Campi zeigen eine etwas andere Art des "american way of life".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.06.2018

Alex Rühle zeigt sich bewegt und empört zugleich in seiner Kritik zu Julian Volojs und Thomas Campis Graphic Novel: Denn was in "Joe Shuster" beschrieben und gezeichnet werde, sei nicht der Fantasie eines kulturpessimistischen Antikapitalisten entsprungen. Es handele sich leider um reale Geschichte, erklärt Rühle, und sie komme genau zum richtigen Zeitpunkt, denn es geht um Superman und der wird im Jahr 2018 80 Jahre alt.  Noch mehr als um die fliegende Heldenfigur geht es allerdings um deren Erfinder Joe Shuster und Jerry Siegel. Die beiden jüdischen Einwanderer hatten die Figur in den Dreißiger Jahren entworfen und in ihr all ihre Hoffnungen und Träume einfließen lassen. Fünf Jahre später verkauften sie die Rechte für 130 Dollar und Joe Shuster musste anschließend zusehen, wie Superman einen unaufhaltsamen Höhenflug antrat, während er sich als Lieferant abstrampelte und schließlich sogar auf der Straße landete. Voloj und Campi haben hervorragend recherchiert, lobt Rühle: Sie erzählen die Geschichte des "tragischen Antihelden" Joe Shuster mit "quälender Genauigkeit", als individuelles Schicksal aber auch als beispielhaft dafür, wie es in der Comicindustrie des 20. Jahrhunderts zuging, lesen wir. Ihr Buch ist mehr als nur eine anrührende Dokumentation, schließt der Kritiker.

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