Mit zahlreichen Abbildungen. Wo ist denn nur die Zeit geblieben? Es ist Sonntag und die Zeit ist zu Besuch. Sie ist Laras Freundin. Doch Laras Familie scheint etwas gegen sie zu haben. Sie sprechen davon, sie sich zu vertreiben oder sie gar totzuschlagen. Da hat die Zeit genug. Sie geht. Lara versucht sie wiederzufinden. Doch außer der Katze kann ihr keiner helfen, denn niemand scheint Zeit für die Zeit zu haben. Ein poetisches Buch über die Zeit - und was ihr in unserem Sprachgebrauch widerfährt. Aber auch darüber, was sie eigentlich sein könnte: Eine gute Freundin, die den Blick für die kleinen und schönen Dinge schärft. Der Sprache auf den Mund geschaut. Ein Buch über die Zeit und wie sie in Redewendungen verkannt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2020
Rezensent Stefan Trinks lernt mit dem Buch von Bettina Obrecht und Julie Völk, die Zeit und das Sprechen über sie anders wahrzunehmen und besser wertzuschätzen. Wie die kindliche Heldin im Buch mit der Zeit umgeht, ihr lässig-vertraut zuwinkend, fast philosophisch, scheint Trinks eine fabelhafte Idee zu sein. Bild und Text überzeugen den Rezensenten mit poetischen Details und ohne moralischen Zeigefinger. Vor allem das Schwebende, Raumlose der Zeichnungen, das den Rezensenten an Matisse und Paulchen Panther erinnert, versetzt Trinks in eine besondere "Zeitstimmung".
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