Gelesen von der Autorin. Vollständige Lesung mit Musik von Konstantin Wecker. 123 Minuten Laufzeit. Einen Freund zu haben, ist etwas sehr Wichtiges. Vor allem, wenn dieser Freund gruselige Kellerkatzen und Spinnen vertreiben oder sogar zähmen kann. Rainer ist so ein Freund. Aber was, wenn ihn sonst niemand mag? Wenn man selbst plötzlich ins Abseits gerät? Da stellt sich mit einem Mal die Frage, wohin man eigentlich gehört.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2001
Eine schöne Sache, meint Konrad Heidkamp: ein Buch, das mit der Stimme der Autorin ein Hörbuch geworden ist, akustisch unterstützt von Konstantin Wecker, der dieser Geschichte von einem Mädchen, das vor Spinnen, einer Kellerkatze und geheimnisvollen Erwachsenensätzen Angst hat, musikalische Zwischentöne verliehen hat. Elegisch, aber nicht sentimental, meint Heidkamp über Weckers Klavierspiel. Und die Autorin? Sie schauspielere nicht, charakterisiert der Rezensent ihre Lesart, sondern wechsele "einfach die Seiten", spricht hilflos oder trotzig wie ein Kind oder nimmt den Rechthabe-Ton der Eltern an. Der Sprachgestus macht's. Für Heidkamp zählt Jutta Richter zu den Autoren, die zwischen Kinderbuch und Belletristik angesiedelt sind, ein klassischer Fall auch für erwachsene Leser und Hörer, weshalb es ihn nicht wundert, dass Richter nun für den Jugendliteraturpreis 2001 nominiert worden ist.
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