Aus dem Amerikanischen von Malte Krutzsch. Karen Russells Erzählungen richten sich auf die Absurditäten und grundlegenden Befindlichkeiten des westlichen Lebens. Dahinter schlummert stets das Übernatürliche der Fantasie, das nur darauf wartet, wachgeküsst zu werden: Die Masseuse, die beim Anblick eines Tattoos in Visionen abdriftet. Die Angestellte einer Seidenfabrik, die sich langsam in eine Raupe verwandelt. Der Mann mit Eheproblemen, der eigentlich Vampir ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.11.2013
Breites Lächeln bei Zoe Hagen. Die acht Kurzgeschichten von Karen Russell in der Übersetzung von Malte Krutzsch findet sie jede für sich genommen einzigartig. Ein wenig erinnern sie die Rezensentin an Märchen oder Traumgeschichten, weil sie zwar mit recht alltäglichem Personal starten, sich dann aber doch ziemlich fremdartig fortspinnen. Viele kleine Beobachtungen und virtuos und nicht ohne Ironie gesetzte Verknüpfungen in den Geschichten um Liebe, Hoffnung, Angst sorgen dafür, dass der Rezensentin nicht langweilig wird. Die Texte haben für Hagen von allem etwas: Sci-Fi, Horror, Fantasy.
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