Lon ist sechzehn. Und Lon ist am seltenen Usher-Syndrom erkrankt, das die Augen ebenso angreift wie das Innenohr. Dass Lon schlecht hört, ist nichts Neues, aber das sich zunehmend verengende Gesichtsfeld wird zu einer echten Herausforderung. Denn Lon erzählt niemandem davon, selbst der Mutter oder dem Arzt nicht. Und auch Nelly und Oscar, Lons Freunde, ahnen nichts. Auf dem Weg in die Dunkelheit sehnt sich Lon nur nach einem: Liebe. Doch zuerst muss Lon lernen, sich selbst zu lieben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2022
Eindrücklich findet Rezensentin Anna Vollmer, wie Karen-Susan Fessel von der allmählichen Erblindung des Jungen Lon erzählt, der an einem Usher-Syndrom Typ 2 leidet. Vollmer liest hier von Angst und Scham, aber auch von Freundschaft und erster Liebe. Erfreulich findet sie zudem, wie Fessel en passant verhandelt, was in anderen Büchern viel Aufregung verursacht hätte: dass Lon auch schwerhörig ist oder dass er sich in einen Jungen verliebt. Außerdem zeigt ihr die Autorin, dass ein Happy End fortschrittlicher sein kann als ein tragisches.
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