Karin Koch

Am Freitag sehen wir uns wieder

(Ab 12 Jahre)
Cover: Am Freitag sehen wir uns wieder
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2017
ISBN 9783779505693
Gebunden, 210 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Die meiste Zeit lebt die 14-jährige Juni bei ihrem Vater in Potsdam - zum Glück! Ihre Mutter ist ein echter Kontrollfreak, für alles gibt es feste Pläne, Freiräume sind nicht vorgesehen. Wie Juni das hasst! Und jetzt soll sie auch noch in den Ferien bei der Mutter in Berlin wohnen, weil ihr Vater beruflich verreisen muss. Aber dann trifft Juni auf Sahal, einen Flüchtlingsjungen aus Somalia, der sich auf einem Kreuzberger Friedhof versteckt. Sahal droht die Abschiebung, weil die Behörden ihn für volljährig halten. Obendrein ist er in Kontakt mit kriminellen Kreisen geraten. Für Juni steht sofort fest: Sie muss ihm helfen. Doch je vertrauter sie mit Sahal und seiner Geschichte wird, umso mehr entfernt sich Juni von ihrem geliebten Vater, und schließlich haut sie auch ab. Es ist ein glücklicher Zufall, dass sie Karl trifft, einen alten Freund, der ihr und Sahal Unterschlupf bietet, und dem Juni jetzt auf eine ganz neue Art näher kommt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2017

Rezensentin Manuela Kalbermatten lernt mit Karin Kochs Protagonistin die Stadt Berlin aus der Perspektive einer Flüchtenden kennen. Eigentlich auf der Flucht vor Flüchtlingsgeschichten, wird die 14-jährige wohlbehütete Hauptfigur in diesem Jugendbuch bei dem Versuch, einem Flüchtling zu helfen, selbst zur Getriebenen, schreibt die Rezensentin. Wie sich die vertraute Wirklichkeit unter dieser Prämisse verwandelt, scheint Kalbermatten geeignet, die Auseinandersetzung mit dem Fremdsein anzustoßen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017

Rezensentin Roswitha Budeus-Budde sieht Karin Kochs Großstadtgeschichte mit Krimielementen in der Tradition von Erich Kästner. Allerdings aktualisiert die Autorin ihren kritisch erzählten Text, indem sie ihre wohlbehütete 15-jährige Heldin einen jungen somalischen Flüchtling kennen lernen und erkennen lässt, was es bedeutet, ohne Zuhause zu leben - sogar in der eigenen Stadt. Zu sehen, wie mutig und raffiniert die Protagonistin auch gegen ihre Eltern für ihren Schützling eintritt, findet die Rezensentin spannend und lehrreich.

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