Eigentlich wollte er nach Frankfurt am Main, doch ein Zufall lenkte ihn in die ehemalige Residenzstadt Zerbst. Von da aus erkundet Karl Emil Franzos Dessau und den Wörlitzer Park, reist nach Erfurt und ins Schwarzatal mit seinen noch heute beliebten Aussichtspunkten, wie dem Trippstein oder dem Greifenstein. Er entdeckt den Zauber der Klosterruine Paulinzella, dieses "Wunderbaus im einsamen Waldtal".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2000
Jörg Drews stellt den Schriftsteller Karl Emil Franzos zunächst in einer Kurzbiografie vor. Dabei erläutert er, dass der Autor bereits 1903 begonnen hat, seine Reiseberichte, die er für die Berliner "Vossische Zeitung" geschrieben hat, in Buchform zu veröffentlichen. Herausgekommen sind dabei nach Drews "glänzende Reisefeuilletons", die seiner Ansicht nach den Vergleich mit Theodor Fontane nicht zu scheuen brauchen und die nicht zuletzt einigen Unterhaltungswert bieten. Zwar scheint es Drews, als ob der Autor die Streckenplanung des öfteren spontan abgeändert hätte. Dies tut dem Lesevergnügen seiner Ansicht nach jedoch keinen Abbruch. Drews hebt besonders den Witz und die Vorliebe für "milde Ironie" des Autors hervor, der darüber jedoch nicht die Genauigkeit hinsichtlich seiner Reiseberichte vernachlässigt habe. Allerdings würde sich Drews eine Überarbeitung der Anmerkungen wünschen, die er "zu karg und außerdem in vielen Punkten überholt" findet.
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